Ein kurzer Abriß der Vereinschronik


Am 28.09.1981 gründeten 18 begeisterte Amateurmusiker den
     FRANKFURTER MUSIK-VEREIN 1981.

Zum anfänglichen Repertoire des FMV zählten damals Märsche, Walzer und Polkas.
Unter den Dirigenten Karlheinz Reh und Alfred Balzer wurden die Mitglieder
des Blasorchesters gründlich ausgebildet und das Programm konnte erweitert und
modernisiert werden.

Das Orchester wuchs mit der Zeit auf fast 30 Aktive an und spielte neben Kompo-
sitionen von Gershwin, Porter, Ellington, Kaempfert, Kreuder und Belavonte auch
spezielle BigBand Arrangements für Blasorchester. Wir nannten uns
"Blasorchester im Big-Band Sound".

Der "Frankfurter Musik-Verein" wurde mit der Zeit ein gerne gesehener Gast bei
den verschiedensten Veranstaltungen. Bei den Fastnachtsumzügen in Frankfurt und
Hanau wirkte das Orchester ebenso mit, wie beim Rosenmontagszug in Düsseldorf 1990.

Seine Vielseitigkeit bewies der "Frankfurter Musik-Verein" durch die Mitwirkung
an den verschiedensten modernen Musikproduktionen:

Durch das Frankfurter "Amt für Wissenschaft und Kunst" wurde das Orchester für
die Aufführung der "Frankfurter Stadtoper" verpflichtet.
Die "Italienische Reise" unter dem Titel
  "Auch ich in Bornginnbocken, Escherseckenheddern!"
war ein inszeniertes Musikprojekt mit Musik, Tanz und Schauspiel von Alfred Harth
und Dieter Buroch. Das Stück wurde am 30.06.& 07.07.1984 auf dem Frankfurter
Römerberg aufgeführt.

Zur Eröffnung des "Europäischen Jahres der Musik" am 01.01.1985 wirkte das
Blasorchester des Frankfurter Musik-Vereins bei einem Rundfunkkonzert mit.
Es war ein Werk des bekannten Jazzmusikers und Komponisten Erwin Chron und
wurde aus dem Frankfurter Dom, der Walonischen Kirche in Amsterdam und der
Kirche "San Germina" in Venedig live übertragen. An jedem Aufführungsort musizierte
ein Orchester, ein Chor und verschiedene Solisten. Der Komponist mischte das mit
verschiedenen Außengeräuschen (Straße, Hafen, Kirchenglocken) im Funkhaus
Frankfurt ab. Die Übertragung wurde von vielen europäischen Rundfunkanstalten
übernommen, u.a. dem Finnischen Rundfunk.

Aus Anlass des hundertsten Geburtstags des Frankfurter Hauptbahnhofs wurde der
Frankfurter Musik-Verein zur Mitwirkung an der Eisenbahnoper "Transgleiseriana"
engagiert.
Diese sehr moderne Oper wurde von der POCKET OPERA COMPANY aus Nürnberg
unter der Regie von Peter B. Wyrsch am 17. & 18. September 1988 aufgeführt
und war eine OFF-TAT Produktion. Spielorte waren der Frankfurter Hauptbahnhof,
der Höchster Bahnhof und ein fahrender Zug, in dem das Publikum zur Aufführung
in das Bundesbahnausbesserungswerk nach Frankfurt-Griesheim gebracht wurde.

Ab dem Frühjahr 1990 schlugen der Verein eine neue musikalische Richtung ein,
indem man mehr BigBand-Arrangements ins Programm aufnahm und das Blasorchester
nach und nach zur BigBand-Besetzung umstellte. Wir nannten uns nun
             "Skyline Big Band".
Im Herbst 1991 war die  "SKYLINE Big Band" des Frankfurter Musik-Vereins auf einer
Konzertreise in der CSFR, ab 3. Oktober ging es u.a. nach Karlsbad, Pradubice und
Prag.

Ab Mai 1992 leitete Karl-Heinz Velten das Orchester und setzte die Umgestaltung
zur BigBand fort. Unter seiner Leitung gastierte die Band im Oktober 1993 und 1994
mit großem Erfolg bei einem Festival in Jicin/CSFR.

1994, im Rahmen der 1200 Jahrfeier Frankfurts, wurde in der Paulskirche vom
23. Februar bis zum 12. Marz Goethes Faust 1+2 gespielt.
Unter der Regie von Willy Praml stelle die Skyline BigBand in allen 15 Vorstellungen
eine mittelalterliche Musikgruppe und das kaiserliche Heer dar.
Das war das bisher größte, aber auch anstrengendste Projekt unseres Vereins.

1996 wurde der Vereinsname in
  "Frankfurter Musikverein " Skyline Big Band  1981 e.V." 
geandert.

Zum Repertoire der Band gehören heute Rock-and-Roll- und Boogie-Titel, Swing-
Klassiker, Jazz-Standards und Schlager-Oldies.

Zur Band, die seit 1996 erfolgreich von Andreas Schanz geleitet wird, gehören ca.
20 Musikerinnen und Musiker und entspricht in ihrer Besetzung der klassischen
BigBand, bestehend aus Saxophonen, Trompeten, Posaunen und Rhytmusgruppe.

Lassen Sie mich zum Schluss auf zwei weitere Aktivitaten des FMVs hinweisen, eine
musikalische und eine nicht-musikalische:

1999 probten einige Musiker des FMVs für eine kleine Blasmusik zum vereinseigen
Oktoberfest: aus dieser "Bieridee" wurde die
   "Bernemer Leberworscht Blas'n".
Hier pflegen jetzt Freunde der Blasmusik das hessisch-bayerisch-böhmische Liedgut
u.a. von Franz Brummerl, Karel Vacek und Ernst Mosch.
Die "Bernemer Leberworscht Blas'n" spielt mit Klarinette, Trompeten, Posaunen,
Tenorhörner, Tuba und Schlagzeug und wurde zu einer anerkannten Stimmungskapelle.

Im Herbst 2003 gründete sich ebenfalls unter dem Dach des FMVs die Fastnachtsgarde
     "Die Bernemer Handkäs' Kanoniere".
Die Uniform ist unsere erste Vereinsuniform von 1981, ein stilisierter Waffenrock
aus der Kaiserzeit, die Kopfbedeckung eine Pickelhaube. Durch die Teilnahme an
Fastnachtszügen und Gardetagen, bei denen eine Böllerkanone mitgeführt wird,
wurden auch "Die Bernemer Handkäs' Kanoniere" schnell bekannt und seit 2004
sind wir Mitglied im "Großer Rat der Karnevalvereine Frankfurt am Main e.V."

So weiß der Frankfurter Musikverein heute sein Publikum mit einer großen
musikalischen Vielfalt und viel Humor zu unterhalten.
Bigband, Leberworscht Blas"n und Handkäs" Kanoniere haben mittlerweile einen
festen Platz in der Frankfurter Kultur- und Unterhaltungsszene und können jeder
für sich überzeugend das ehrliche Engagement Frankfurter Bürgerinnen und
Bürger repräsentieren.

Diese Mischung aus breit gefächerter Unterhaltung und mittlerweile 25 Jahren
Organisationserfahrung, lässt uns erwartungsvoll auf die nachsten 25 Jahre
blicken.

(Aus der Rede des Vereinsvorsitzenden anlässlich der akademischen Feier
 am 09.06.2006)

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